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Idee des Monats: Das To-Do-Geschenk

Illustration von Andrew Bannecker

Sobald die Weihnachtskataloge ankamen, klangen die Schreie: "Mama, ich brauche das! Leg es auf meine Liste!" Vor ein paar Jahren, mein Mann, Norman, und ich bemerkte, dass unsere Kinder, Isaac, jetzt 12, Charlie, 10, und Julia, 7, schien das Recht zu haben, was auch immer neue Spielerei sie wollten. Wir wussten, dass es Zeit für einige Änderungen war.

Nach einigem Nachdenken kamen wir auf einen Plan, von dem wir hofften, dass er die Feiertage einfach und sinnvoll halten würde. Wir würden jedem Kind nur drei Geschenke geben: ein Buch, ein Spielzeug oder einen anderen begehrten Gegenstand und eine Erfahrung. Wir waren uns nicht sicher, wie der letzte empfangen werden würde. Am Weihnachtsmorgen hielten Norman und ich den Atem an, als jedes Kind ein dünnes Paket mit einem Ordner und einer Notiz darin öffnete. Der Ordner enthielt Beschreibungen von drei "Experience Packages", und der Hinweis wies den Empfänger an, einen zu wählen.

Zum Beispiel waren Isaacs Optionen ein Tagesausflug in eine Höhle (und etwas Taschengeld für den Souvenirladen); ein Ausflug in ein lokales Luftfahrtmuseum, komplett mit einer Flugreise; und eine Outdoor-Fotografie-Lektion sowie eine Fotobearbeitungssitzung im Studio. Unser Sohn konnte seine Begeisterung nicht unterdrücken. Nach reiflicher Überlegung fragte er, ob er im Februar zwei auswählen und eine zählen könnte als Geburtstagsgeschenk!

Eine neue Tradition wurde geboren. Norman und ich versuchen, Erfahrungen zu machen, die die Interessen unserer Kinder fördern. Vor zwei Jahren planten wir einen Tag, um Charlies Neugier auf die Landwirtschaft zu befriedigen. Ein Anruf beim Cousin meiner Mutter verband uns mit einem Bauern in der Nähe, der bereit war, unseren Sohn auf seine Farm zu schicken, bei Hausarbeiten zu helfen und auf einer Heuballenpresse zu fahren. Der Tag endete mit einem erholsamen Picknick im Schatten. Charlie hatte eine tolle Zeit und er lernte nicht nur die Funktionsweise der Landwirtschaft kennen, sondern auch die vielen damit verbundenen Aufgaben.

Isaac ist geschäftstüchtig, deshalb haben wir letztes Jahr eine Tour nach Chicago unternommen, bei der wir Haltestellen im Money Museum der Federal Reserve Bank und im Chicago Board of Options Exchange besuchten. Die Reise gab Isaac einen echten Einblick in das Geschäftsleben in der Windy City. Julia, die Tiere liebt, wurde zu Reit- und Reitstunden eingeladen und hat auch eine Aufführung des König der Löwen gesehen.

Um die Kosten niedrig zu halten, wenden wir uns oft an Familien und Freunde, die bereit sind, als Reiseleiter, Gastgeber oder Lehrer zu helfen. Wenn ein Unterricht oder eine Reise ein bisschen teuer ist, geht nur ein Elternteil mit.

Seit diesem ersten Weihnachtsmorgen haben unsere Kinder begonnen, über das Geben und Nehmen anders zu denken. In diesem Jahr baten sie jeweils um eine Übernachtung im Haus ihrer Tante und ihres Onkels (wo TV, Soda und Süßigkeiten nicht überwacht werden). Das ist eine ziemliche Veränderung. Unsere Familie lernt wirklich den Wert des Tuns und nicht des Habens - und das ist ein wahres Geschenk.

Tipp von Kristin: Präsentation zählt! Wenn du ein Erlebnis gibst, schreibe eine clevere Beschreibung auf ("Nimm deinen Schneeanzug, weil du einen Tag lang auf die Piste gehst!"), Drucke ihn in einer lustigen Schrift und stecke ihn in einen bunten Ordner.

Kristin Bock und ihre Familie machen ihre Abenteuer in Oshkosh, Wisconsin.